In der Schweiz dürfen Hauseigentümer nur bestimmte Elektroarbeiten selbst durchführen, um Sicherheitsrisiken zu minimieren. Laut der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) sind einfache Tätigkeiten wie der Austausch von Steckdosen oder Lichtschaltern erlaubt – vorausgesetzt, der Stromkreis wird vorher abgeschaltet. Komplexe Arbeiten wie Neuinstallationen oder Eingriffe am Sicherungskasten sind ausschliesslich Fachleuten vorbehalten. Fehlerhafte Installationen können schwere Folgen wie Brände, Stromschläge oder den Verlust des Versicherungsschutzes haben. Nach Eigenarbeiten ist oft eine Sicherheitsprüfung durch einen Elektriker erforderlich. Bei Unsicherheiten sollte immer ein Profi hinzugezogen werden.

Erlaubte vs. verbotene Elektroarbeiten für Hauseigentümer in der Schweiz
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Was Hauseigentümer selbst erledigen dürfen
Wie bereits erwähnt, dürfen Hauseigentümer nur Arbeiten ausführen, die als risikoarm gelten. Dazu gehören bestimmte Elektroarbeiten im eigenen Wohnbereich, vorausgesetzt, der einphasige 230V-Stromkreis wird vor Beginn der Arbeiten vollständig abgeschaltet.
"Electricity is deadly. Whenever you work with electricity, the right expertise and extreme care are vitally important." – Elsäkerhetsverket
Mit diesem Grundsatz im Hinterkopf können einige einfache Aufgaben sicher selbst erledigt werden. Schauen wir uns an, welche Arbeiten das genau sind.
Austausch von Steckdosen und Schaltern
Bevor irgendetwas getan wird, muss die Stromzufuhr an der Sicherung unterbrochen werden. Hauseigentümer dürfen dann einzelne Steckdosen oder Lichtschalter ersetzen oder hinzufügen – allerdings ausschliesslich an bestehenden Stromkreisen. Nach Abschluss der Arbeiten ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass ein konzessionierter Elektriker eine Sicherheitsprüfung durchführt. So wird sichergestellt, dass die Installation den geltenden Standards entspricht und keine Gefahr für die Bewohner darstellt.
Montage und Demontage von Leuchten
Das Anbringen oder Entfernen von Lampen und Schaltern ist ebenfalls erlaubt, solange der Stromkreis vorher komplett abgeschaltet wurde. Anders als beim Austausch von Steckdosen ist hier keine gesetzlich vorgeschriebene Nachkontrolle notwendig. Dennoch empfiehlt es sich, eine zusätzliche Sicherheitsprüfung durchführen zu lassen, besonders wenn Unsicherheiten bestehen. In solchen Fällen sollte unbedingt Fachpersonal hinzugezogen werden.
Was verboten ist und warum
Nachdem wir uns mit den erlaubten Arbeiten beschäftigt haben, schauen wir uns nun an, welche Tätigkeiten ausschliesslich Fachleuten vorbehalten sind.
Sobald es über den Austausch von Steckdosen oder Lampen hinausgeht, wird es rechtlich problematisch. Das Schweizer Elektrizitätsgesetz (EleG) und die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) schreiben klar vor, welche Arbeiten nur von konzessionierten Fachpersonen ausgeführt werden dürfen [1]. Diese Vorschriften gibt es nicht ohne Grund: Das ESTI dokumentiert regelmässig Unfälle, die durch unsachgemässe Elektroinstallationen verursacht werden und sowohl Personen- als auch Sachschäden nach sich ziehen [1][2].
Die Folgen unautorisierter Arbeiten können schwerwiegend sein. Wer ohne die nötige Bewilligung arbeitet, haftet persönlich bei Unfällen. Hinzu kommt, dass Versicherungen Zahlungen verweigern können, wenn die Installation nicht den Vorschriften entspricht [3]. Das ESTI hat zudem das Recht, Untersuchungen einzuleiten und den Eigentümer zu verpflichten, fehlerhafte Installationen auf eigene Kosten korrigieren zu lassen [1].
Beispiele verbotener Arbeiten
Um die Regelungen greifbarer zu machen, hier einige konkrete Beispiele für Tätigkeiten, die Laien nicht ausführen dürfen:
- Gemäss Artikel 13, 14 und 15 der NIV benötigen Arbeiten wie Neuinstallationen, Eingriffe am Sicherungskasten (Verteilkasten) oder Starkstrominstallationen eine allgemeine oder beschränkte Installationsbewilligung [1].
- In Mietwohnungen oder Gemeinschaftsräumen sind Elektroarbeiten durch Laien grundsätzlich untersagt. Hier ist immer ein Fachmann gefragt [1].
Risiken unautorisierter Arbeiten
Fehlerhafte Elektroarbeiten können ernsthafte Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Dazu zählen Brandgefahr und das Risiko tödlicher Stromschläge. Zudem erlischt in vielen Fällen der Versicherungsschutz. Die gesetzliche Pflicht, Anlagen sicher instand zu halten, wird in der NIV klar hervorgehoben [3]. Wer diese Verantwortung ignoriert, gefährdet nicht nur die eigene Sicherheit, sondern setzt sich auch rechtlichen Konsequenzen aus [1][2].
Vergleich erlaubter und verbotener Arbeiten
| Tätigkeit | Laientauglich? | Bedingungen | Nachprüfung | Risiken |
|---|---|---|---|---|
| Neue Stromkreise installieren | Nein | Bewilligung nötig | Abnahmeprüfung | Brandgefahr, Haftung |
| Arbeiten am Sicherungskasten | Nein | Nur Fachleute | Periodische Kontrolle | Stromschlag, Verlust Versicherungsschutz |
| Arbeiten in Mietwohnungen | Nein | Nur Fachpersonal | Variiert | Haftung für Sachschäden |
| Starkstrom-Installationen | Nein | Nur Spezialisten | ESTI-Überwachung | Tödliche Unfälle, Umweltschäden |
Diese Übersicht macht deutlich, warum bei komplexen Elektroarbeiten immer Fachpersonal hinzugezogen werden sollte.
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Vorgeschriebene Kontrollen und Sicherheitsvorschriften
In der Schweiz regelt die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV), wann Elektroinstallationen kontrolliert werden müssen. Laut Gesetz müssen Anlagen sowohl nach ihrer Erstellung oder Änderung als auch in regelmässigen Abständen überprüft werden [4][5]. Die Verantwortung liegt dabei klar beim Eigentümer: Er muss sicherstellen, dass die Installation den anerkannten technischen Normen (NIN/SN 411000) entspricht [4][5]. Warum das so wichtig ist, zeigen die folgenden Zahlen.
Jährlich werden in der Schweiz rund 520 Brände durch fehlerhafte Elektroinstallationen verursacht – das entspricht durchschnittlich 1,4 Bränden pro Tag [5]. Im Jahr 2020 registrierten allein 18 kantonale Gebäudeversicherungen 365 solcher Brände [5]. Die Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB) bringt es unmissverständlich auf den Punkt:
"Jeden Tag brennt in der Schweiz ein Gebäude wegen einer elektrischen Installation!" [5]
Sicherheitsprüfung nach Eigenarbeiten
Wenn Privatpersonen kleinere, erlaubte Arbeiten wie den Austausch von Steckdosen oder Schaltern selbst durchführen, ist eine anschliessende Kontrolle durch einen Fachmann mit Kontrollbewilligung gesetzlich vorgeschrieben [5]. Erst nach dieser Überprüfung wird der Sicherheitsnachweis (SiNa) ausgestellt, der bestätigt, dass die Arbeiten ordnungsgemäss ausgeführt wurden. Die Kosten für diese Kontrolle liegen zwischen CHF 150.– und CHF 300.–. Ohne diesen Nachweis haftet der Eigentümer selbst, und im Schadensfall kann die Versicherung ihre Leistungen verweigern [5]. Neben solchen Nachkontrollen verlangt das Gesetz auch regelmässige Inspektionen über längere Zeiträume.
Periodische Sicherheitskontrollen
Für Wohngebäude gilt: Alle 20 Jahre muss eine Kontrolle durchgeführt werden [5]. Der Netzbetreiber erinnert Eigentümer schriftlich sechs Monate vor Ablauf dieser Frist und fordert einen gültigen Sicherheitsnachweis an [4]. Die Überprüfung darf nur von einer unabhängigen Kontrollstelle oder einem vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) zugelassenen Kontrolleur vorgenommen werden [4][1].
Auch Mieter haben Pflichten: Sie müssen elektrische Mängel wie lockere Steckdosen, flackernde Lampen oder angesengte Anschlüsse sofort dem Eigentümer oder der Hausverwaltung melden [5]. Solche Defekte müssen unverzüglich von einem Fachmann behoben werden, um potenzielle Haftungsrisiken und Sicherheitsgefahren zu vermeiden [5]. Diese Vorschriften ergänzen die Verantwortung der Eigentümer und tragen zur Sicherheit aller Beteiligten bei.
Wann Sie einen Profi wie die ON OFF Elektro AG beauftragen sollten

Angesichts der strengen gesetzlichen Vorschriften in der Schweiz ist es ratsam, bei komplexeren Elektroarbeiten auf Fachleute zurückzugreifen. Arbeiten, die über den einfachen Austausch von Steckdosen oder Schaltern hinausgehen, müssen von zertifizierten Elektrikern ausgeführt werden. Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) überwacht, dass alle Elektroinstallationen nach den höchsten Sicherheitsstandards geplant, ausgeführt und gewartet werden [2]. Wer ohne die erforderliche Bewilligung arbeitet, riskiert nicht nur hohe Bussgelder, sondern setzt auch Menschenleben aufs Spiel und verliert im Schadensfall den Versicherungsschutz.
Eine sorgfältige und professionelle Elektroplanung bringt nicht nur Sicherheit, sondern trägt auch dazu bei, den Wert Ihrer Immobilie langfristig zu erhalten. Die ON OFF Elektro AG übernimmt Beratung, Planung, Ausführung und Sicherheitsprüfungen aller Arbeiten. Das spart Zeit, vermeidet teure Korrekturen und sorgt dafür, dass alles reibungslos funktioniert. So können Sie entspannt den richtigen Fachmann für Ihre Bedürfnisse auswählen.
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Fazit
Elektroarbeiten im Eigenheim sind nur dann sicher, wenn klar ist, welche Arbeiten eigenständig durchgeführt werden dürfen und welche einen Fachmann erfordern. Kleinere Aufgaben, wie der Austausch von Steckdosen oder Lichtschaltern in bestehenden Installationen, sind unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Für komplexere Eingriffe hingegen ist immer eine qualifizierte Elektrofachkraft erforderlich. Die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) und das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) setzen diese Grenzen bewusst, denn unsachgemässe Elektroarbeiten bergen erhebliche Risiken – von Bränden über schwere Verletzungen bis hin zu Todesfällen. Diese Gefahren machen deutlich, wie wichtig es ist, bei anspruchsvolleren Arbeiten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Die Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Elektriker, wie beispielsweise der ON OFF Elektro AG, gewährleistet nicht nur die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften, sondern schützt auch vor rechtlichen und versicherungstechnischen Problemen. Bei Unsicherheiten ist es daher immer ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen.
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FAQs
Welche Elektroarbeiten darf ich in meiner Mietwohnung selbst erledigen?
In Ihrer Mietwohnung dürfen Sie nur kleinere und ungefährliche Elektroarbeiten selbst erledigen. Dazu zählen beispielsweise das Austauschen von Glühbirnen, das Ersetzen von Abdeckungen für Steckdosen oder Schalter sowie das Anbringen von steckbaren Lampen oder LED-Leisten. Wichtig ist, dass dabei die bestehende Verkabelung unberührt bleibt. Solche Tätigkeiten gelten als einfache Wartungsarbeiten und benötigen weder eine Bewilligung noch die Unterstützung eines Fachmanns, solange sie den technischen Normen entsprechen.
Anders sieht es bei grösseren Eingriffen aus: Das Verlegen von Leitungen, der Einbau zusätzlicher Steckdosen oder Änderungen an Sicherungen sind gesetzlich geregelt. Solche Arbeiten dürfen ausschliesslich von zertifizierten Elektrofachbetrieben durchgeführt werden. Ausserdem ist dafür die schriftliche Zustimmung des Vermieters erforderlich, da diese Eingriffe die Sicherheit der gesamten elektrischen Anlage beeinflussen können.
Falls Sie unsicher sind oder grössere Elektroarbeiten anstehen, ist es ratsam, sich an die ON OFF Elektro AG zu wenden. Dieses Unternehmen bietet professionelle und kostengünstige Elektro-Dienstleistungen an und sorgt dafür, dass alle Arbeiten den schweizerischen Sicherheitsvorschriften entsprechen.
Warum ist eine Sicherheitsprüfung nach selbst durchgeführten Elektroarbeiten wichtig?
Eine Sicherheitsprüfung nach selbst durchgeführten Elektroarbeiten ist unverzichtbar, um Risiken wie Stromschläge, Überhitzung oder sogar Brände zu vermeiden. Selbst kleine Fehler, wie unsachgemässe Anschlüsse oder das Ignorieren von Sicherheitsvorschriften, können schwerwiegende Folgen haben. Die Niederspannungs-Installations-Verordnung (NIV) verlangt zudem regelmässige Kontrollen durch unabhängige Fachstellen, um die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit elektrischer Anlagen sicherzustellen.
Werden bei einer solchen Prüfung Mängel festgestellt, müssen diese von einer qualifizierten Elektrofachkraft behoben werden. Die ON OFF Elektro AG bietet hierfür zuverlässige und kostengünstige Lösungen an und führt auch die notwendigen Nachkontrollen durch. Damit erfüllen Sie nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern sorgen auch dafür, dass Ihre Elektroinstallation langfristig sicher und einwandfrei funktioniert.
Welche Gefahren entstehen durch unsachgemässe Elektroinstallationen im Eigenheim?
Unsachgemässe Elektroinstallationen bergen ernsthafte Risiken. Schon kleine Fehler können gefährliche Stromschläge verursachen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sind. Falsch dimensionierte Leitungen oder fehlerhafte Verbindungen erhöhen zusätzlich die Gefahr von Kurzschlüssen und Überlastungen. Diese können Brände auslösen und teure Schäden an Gebäuden verursachen.
Um solche Gefahren zu vermeiden, verlangt die Bundesverordnung über Niederspannungsinstallationen (NIV), dass Elektroarbeiten stets nach anerkannten technischen Standards ausgeführt werden. Wer ohne ausreichende Fachkenntnisse arbeitet, riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch rechtliche Konsequenzen. Daher ist es ratsam, Elektroarbeiten einem zertifizierten Fachbetrieb wie der ON OFF Elektro AG anzuvertrauen – für Ihre Sicherheit und die Ihrer Liebsten.




