Google-Bewertungen lassen sich auf vier Wegen auf der Website einbinden. Möglich sind ein Link zum Google-Unternehmensprofil, eine eingebettete Google-Maps-Karte, ein Bewertungs-Widget oder eine eigene Programmierung mit der Places API von Google. Für die meisten KMU ist das Widget der kürzeste Weg. Es zeigt Sterne, Durchschnittsnote und Bewertungstexte direkt auf der eigenen Seite und lädt neue Rezensionen selbst nach.
Dieser Ratgeber vergleicht die vier Wege nach Aufwand, Kosten und Datenschutz. Er zeigt Schritt für Schritt, wie das Einbinden mit einem Widget funktioniert. Und er erklärt, warum eingebundene Bewertungen in der Google-Suche keine Sterne erzeugen.
Welche Wege gibt es, Google-Bewertungen auf der Website zu zeigen?
Es gibt vier Wege: einen Link, eine Karte, ein Widget oder eine eigene Programmierung. Sie unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten. Der erste ist, ob Besucher die Bewertungstexte auf Ihrer Website lesen oder dafür zu Google wechseln. Der zweite ist, wer die Anzeige aktuell hält.
| Weg | Was Besucher sehen | Aufwand | Kosten | Aktualisierung |
|---|---|---|---|---|
| Link zum Google-Profil | Button, der zu Google führt | gering | kostenlos | Besucher liest bei Google |
| Google-Maps-Karte | Standort mit Infokarte, keine Bewertungstexte | gering | kostenlos | automatisch |
| Bewertungs-Widget | Sterne, Note, Bewertungstexte | gering | Gratis- und Bezahlpläne | automatisch |
| Places API | was Sie programmieren, höchstens 5 Bewertungen pro Abfrage | hoch | nach Nutzung bei Google | selbst programmiert |
Link und Karte ergänzen ein Widget. Der Link holt neue Bewertungen, das Widget zeigt die vorhandenen. Die Places API lohnt sich nur, wenn ohnehin eine eigene Anwendung entsteht.
Wie lassen sich Google-Bewertungen per Widget auf der Website einbinden?
Mit einem Widget verbinden Sie Ihr Google-Unternehmensprofil einmal mit dem Anbieter und fügen danach einen kurzen HTML-Code in Ihre Website ein. Ab diesem Moment lädt das Widget Sterne, Note und Bewertungstexte selbst. Neue Rezensionen erscheinen ohne Ihr Zutun.
- Konto anlegen und Profil verbinden: Beim Widget-Anbieter registrieren und den Firmennamen so eingeben, wie er bei Google steht. Das System sucht das passende Unternehmensprofil.
- Darstellung wählen: Zur Wahl stehen meist ein Karussell, einzelne Bewertungskarten, ein kleines Badge mit Note oder eine Zusammenfassung mit der Verteilung der Sterne.
- Sprache festlegen: Die Beschriftungen wie «Bewertungen» oder «Mehr lesen» erscheinen in der Sprache Ihrer Website. Die Bewertungstexte selbst bleiben in der Sprache, in der Kunden sie geschrieben haben.
- Code kopieren: Das Dashboard des Anbieters erzeugt einen HTML-Schnipsel.
- Code einfügen: In WordPress mit dem Block «Individuelles HTML», in Baukästen wie Wix, Jimdo, Squarespace, Webflow oder Shopify über das jeweilige HTML- oder Code-Element.
- Auf dem Smartphone prüfen: Seite öffnen und kontrollieren, ob das Widget lädt und sich in die Seitenbreite einfügt.
Ein Beispiel aus der Schweiz ist das Google-Bewertungs-Widget von SwissTrustWidget. Für die Verbindung genügt der Firmenname; einen Google-API-Schlüssel braucht es laut Anbieter nicht. Es gibt über 15 Vorlagen, die Beschriftungen auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch sowie einen Gratisplan. Auf einer mehrsprachigen Website braucht jede Sprachversion einen eigenen Code.
Worauf achten Sie bei der Wahl eines Widgets?
Ein Bewertungs-Widget lädt Inhalte von einem fremden Server in Ihre Website. Bei der Wahl eines Anbieters zählen deshalb vier Punkte: Speicherort der Daten, Cookies, Sprachen und Ladezeit. Dazu kommt die Frage, ob der Browser der Besucher selbst eine Verbindung zu Google aufbaut. Für Schweizer KMU mit Kundschaft in mehreren Landesteilen kommt die Frage dazu, ob Französisch und Italienisch im gewählten Plan enthalten sind. SwissTrustWidget legt die Bewertungsdaten laut Anbieter in einer Datenbank in Zürich ab, ausgeliefert wird das Skript über Vercel in den USA. Cookies setzt das Widget laut Anbieter keine, und der Browser der Besucher fragt keine Daten direkt bei Google ab. Internationale Anbieter wie Elfsight oder Trustindex arbeiten nach demselben Prinzip. Bei ihnen lohnt der Vergleich von Datenstandort, Sprachen und Preismodell.
Wie verlinken Sie Ihr Google-Profil, damit Kunden bewerten?
Google erzeugt den Link selbst. Sie rufen Ihr Unternehmensprofil auf, klicken auf «Rezensionen lesen» und dann auf «Mehr Rezensionen erhalten». Dort kopieren Sie den Link. Laut der Google-Anleitung zum Rezensionslink lässt sich an derselben Stelle ein QR-Code herunterladen, derzeit nur im Browser am Computer.
Dieser Link öffnet bei Ihren Kunden direkt das Fenster, in dem sie eine Bewertung schreiben. Er gehört als Button «Bewertung schreiben» auf die Kontaktseite, in die E-Mail-Signatur und auf die Rechnung. Betriebe mit Laden oder Praxis können den QR-Code auf Visitenkarten oder einen Aufsteller an der Kasse drucken.
Für Besucher, die Bewertungen lesen wollen, ist der Link ein Umweg: Sie verlassen Ihre Website und lesen bei Google weiter.
Google verbietet Gegenleistungen für Rezensionen, etwa Rabatte oder Gratisprodukte. Welche Wege zu mehr Bewertungen erlaubt sind, zeigt die Übersicht zu legalen Strategien für Online-Bewertungen.
Was zeigt eine eingebettete Google-Maps-Karte?
Eine eingebettete Karte zeigt Ihren Standort mit einer kleinen Infokarte zum Unternehmen. Bewertungstexte zeigt sie keine. Ihr Platz ist die Kontaktseite, auf der Besucher den Weg zu Ihnen suchen.
Für die Karte öffnen Sie Google Maps und suchen Ihr Unternehmen. Dann klicken Sie auf «Teilen» und «Karte einbetten», kopieren den HTML-Code und fügen ihn auf der Kontaktseite ein. Programmierer nutzen dafür die Maps Embed API. Sie ist laut Google kostenlos und ohne Begrenzung der Aufrufe nutzbar, verlangt aber einen API-Schlüssel.
Die Karte lädt ihre Inhalte von Google-Servern. Dabei erhält Google die IP-Adresse jedes Besuchers, der die Seite öffnet. Das gehört in die Datenschutzerklärung. Was das revidierte Datenschutzgesetz sonst von einer KMU-Website verlangt, fasst die Datenschutz-Checkliste für KMU zusammen.
Lohnt sich eine eigene Lösung mit der Places API?
Für die meisten KMU lohnt sie sich nicht. Die Places API von Google liefert pro Abfrage höchstens fünf Bewertungen, sortiert nach Relevanz. Welche fünf das sind, entscheidet Google. Eine Seite mit 80 Bewertungen zeigt damit trotzdem nur fünf davon.
Dazu kommen Technik und Kosten. Für die Abfrage braucht es einen API-Schlüssel und ein Google-Cloud-Konto mit hinterlegtem Zahlungsmittel. Das Feld mit den Rezensionen gehört laut Googles Dokumentation zur kostenpflichtigen Abrechnungsstufe «Place Details Enterprise + Atmosphere». Darstellung, Zwischenspeicher und die Quellenangaben, die Google für seine Daten vorschreibt, programmieren Sie selbst.
Sinnvoll ist die Places API für Agenturen und Entwickler, die Bewertungen in eine eigene Anwendung einbauen, etwa in ein Kundenportal oder eine App.
Bringen eingebundene Bewertungen Sterne in die Google-Suche?
Nein. Bewertungen über das eigene Unternehmen, die auf der eigenen Website stehen, erzeugen keine Sterne im Suchergebnis. Google nennt sie selbstbezogene Rezensionen.
Die Richtlinien von Google für Rezensions-Snippets regeln das ausdrücklich, Stand Oktober 2026. Kontrolliert ein Unternehmen die Rezensionen über sich selbst, erhält seine Seite über die strukturierten Daten LocalBusiness und Organization keine Sternebewertung. Das gilt laut Google auch, wenn die Bewertungen über das eingebettete Widget eines Drittanbieters auf die Website kommen. Wer für die eigene Firma trotzdem Bewertungs-Markup wie AggregateRating einbaut, bekommt dadurch keine Sterne in der Suche. Die Sterne, die Suchende neben einem Firmennamen in Google Maps und im Unternehmensprofil sehen, stammen direkt aus dem Google-Unternehmensprofil. Auf der Website wirken Bewertungen deshalb bei den Besuchern: Sie lesen dort die Erfahrungen anderer Kunden, wo sie über eine Anfrage entscheiden.
Welche strukturierten Daten für eine lokale Firma sinnvoll sind, listet die Checkliste für Schema Markup auf.
Wo auf der Website gehören Google-Bewertungen hin?
Bewertungen gehören dorthin, wo Besucher entscheiden, ob sie anfragen. Auf den meisten KMU-Websites sind das drei Stellen.
- Startseite: Ein kleines Badge mit Durchschnittsnote und Anzahl Bewertungen im oberen Bereich, nahe beim ersten Kontakt-Button. Ein Karussell mit einzelnen Bewertungen passt weiter unten.
- Dienstleistungsseiten: Bewertungen, in denen Kunden genau diese Leistung erwähnen. Ein Malerbetrieb zeigt auf der Seite zum Fassadenanstrich Bewertungen zu Fassaden.
- Kontakt- und Offertseite: Ein Badge neben dem Formular und daneben der Button «Bewertung schreiben» mit dem Rezensionslink.
Für die Ladezeit zählt die Art, wie das Skript eingebunden ist. Lädt es asynchron, baut der Browser die Seite zuerst auf und das Widget danach. Bei SwissTrustWidget ist der Code-Schnipsel bereits so eingestellt.
Häufige Fragen zu Google-Bewertungen auf der Website
Kostet es etwas, Google-Bewertungen einzubinden?
Link und Google-Maps-Karte sind kostenlos. Die Maps Embed API ist laut Google ebenfalls kostenlos, braucht aber einen API-Schlüssel. Widgets gibt es mit Gratis- und Bezahlplänen, die Places API rechnet Google nach Nutzung ab.
Werden neue Bewertungen automatisch angezeigt?
Ja, beim Widget. SwissTrustWidget speichert die Bewertungsdaten laut Anbieter höchstens sechs Stunden zwischen, danach erscheinen neue Rezensionen. Ein Screenshot oder ein kopierter Text bleibt auf dem Stand des Tages, an dem er entstanden ist.
Kann ich Bewertungen auch als Text kopieren?
Technisch geht das. Kopierte Texte veralten aber, und Besucher können nicht prüfen, ob sie echt sind. Ein Widget lädt die Bewertungen direkt aus dem Google-Unternehmensprofil und hält sie aktuell.
Kann ich auswählen, welche Bewertungen erscheinen?
Bei SwissTrustWidget ja: Im Dashboard legen Sie fest, welche Bewertungen das Widget zeigt. Die Durchschnittsnote berechnet Google aus allen Bewertungen des Profils.
Brauche ich einen Google-API-Schlüssel?
Nur für eine eigene Lösung mit der Places API oder für die Maps Embed API. Der HTML-Code aus «Karte einbetten» in Google Maps funktioniert ohne Schlüssel, SwissTrustWidget laut Anbieter ebenfalls.
Zuerst das Profil pflegen, dann einbinden
Ein Widget zeigt nur, was im Google-Unternehmensprofil steht. Prüfen Sie deshalb zuerst Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten und Kategorie im Profil. Der Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil führt durch alle Felder. Danach binden Sie das Widget auf Startseite, Dienstleistungs- und Kontaktseite ein und setzen den Rezensionslink auf Kontaktseite, Rechnung und E-Mail-Signatur.
Wer sein Unternehmen zusätzlich in Verzeichnissen zeigen will: Auf firmafinden.ch ist der Firmeneintrag kostenlos, inklusive Backlink zur eigenen Website.




