Top 7 Anbieter für elektronische Signaturen in der Schweiz

Top 7 Anbieter für elektronische Signaturen in der Schweiz
Vergleich der sieben führenden E‑Signatur-Anbieter in der Schweiz: ZertES-Konformität, Datenhosting, Preis‑ und Einsatzempfehlungen für KMU und international tätige Firmen.
Top 7 Anbieter für elektronische Signaturen in der Schweiz

Elektronische Signaturen sind in der Schweiz seit 2017 rechtlich geregelt und ermöglichen Unternehmen sichere digitale Prozesse. Besonders wichtig ist die qualifizierte elektronische Signatur (QES), die einer handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt ist. Anbieter müssen ZertES-konform sein und oft legen Unternehmen Wert auf Datenhosting in der Schweiz. Hier sind die sieben führenden Anbieter im Überblick:

  • Skribble: Schweizer Anbieter mit Fokus auf einfache Bedienung und Swiss Data Hosting. Preise ab CHF 20.00/Monat.
  • DocuSign mit Swisscom Trust Services: Globaler Marktführer mit QES-Integration, jedoch ohne Schweizer Datenhosting.
  • DeepSign: Günstige Pay-per-Use-Optionen ab CHF 1.80 pro QES, Daten ausschliesslich in der Schweiz.
  • sproof sign: Europäischer Anbieter mit Datenschutzfokus, Preise flexibel, keine Schweizer Datenhoheit.
  • Certifaction: Schweizer Lösung mit ISO-zertifizierten Rechenzentren, ideal für Compliance-orientierte Unternehmen.
  • Adobe Sign: Starke Integration mit Adobe-Produkten, jedoch globales Hosting und keine Pay-per-Use-Möglichkeit.
  • Dropbox Sign: Fokus auf internationale Standards, aber ohne ZertES-Zertifizierung und Schweizer Hosting.

Wichtige Kriterien

  • ZertES-Konformität: Für rechtlich bindende Verträge unverzichtbar.
  • Datenhosting: Schweizer Anbieter wie Skribble oder DeepSign bieten lokales Hosting, wichtig für Datenschutz.
  • Kosten: Pay-per-Use-Modelle wie bei DeepSign sind ideal für geringen Bedarf, während Abos für regelmässige Nutzung geeignet sind.

Quick Comparison

Anbieter ZertES-konform Schweizer Hosting Preis (ab) Besonderheiten
Skribble Ja Ja CHF 20.00/Monat Einfache Bedienung, stark für KMU
DocuSign Ja Nein CHF 20.00/Monat Weltweite Integration, keine CH-Daten
DeepSign Ja Ja CHF 1.80/QES Günstig, Pay-per-Use, Schweizer Fokus
sproof sign Ja Nein Nicht spezifiziert Datenschutz innerhalb der EU
Certifaction Ja Ja Nicht spezifiziert Flexibel bei Hosting-Optionen
Adobe Sign Ja Nein CHF 20.00/Monat Perfekte Adobe-Integration, globales Hosting
Dropbox Sign Nein Nein Nicht spezifiziert Integration mit Dropbox, keine QES

Die Wahl des Anbieters hängt von Ihren Anforderungen ab: Für Schweizer Datenschutz bevorzugen Sie lokale Anbieter wie DeepSign oder Skribble. Internationale Unternehmen profitieren von globalen Lösungen wie DocuSign.

Vergleich der 7 führenden E-Signatur-Anbieter in der Schweiz: ZertES-Konformität, Hosting und Preise

Vergleich der 7 führenden E-Signatur-Anbieter in der Schweiz: ZertES-Konformität, Hosting und Preise

Was ist eine elektronische Signatur? EES, FES und QES einfach erklärt

1. Skribble

Skribble

Skribble zählt zu den bekanntesten Anbietern für elektronische Signaturen in der Schweiz. Die Plattform unterstützt alle drei Signaturstandards – einfache (SES), fortgeschrittene (AES) und qualifizierte elektronische Signaturen (QES) – und entspricht damit sowohl dem schweizerischen ZertES als auch der EU-Verordnung eIDAS [7][9].

ZertES-Konformität

ZertES

Durch die Zusammenarbeit mit Swisscom Trust Services können Nutzer qualifizierte elektronische Signaturen erstellen. Dafür ist eine einmalige Identitätsprüfung notwendig, die entweder per Video, über die Self-ID-App oder persönlich in einer Swisscom-Filiale durchgeführt werden kann [7][9].

Swiss Data Hosting

Skribble speichert alle Daten auf Hochsicherheitsservern in der Schweiz. Diese Server sind nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert und verwenden AES-256-Verschlüsselung [8][10]. Die Plattform erfüllt sowohl die Anforderungen des schweizerischen Datenschutzgesetzes (nDSG) als auch der EU-DSGVO [8][10].

Integrationsmöglichkeiten

Die Plattform bietet eine JSON REST-API sowie Plug-ins, die sich nahtlos in CRM-, HR- und ERP-Systeme einfügen lassen [8][11][12]. Ein Beispiel dafür: Der Schweizer IT-Dienstleister UMB integrierte Skribble 2023 innerhalb eines Monats und wickelt seitdem jährlich über 6’000 elektronische Signaturen ab [13].

„Die Implementierung von Skribble dauerte weniger als einen Monat. Da keine zusätzliche Software erforderlich war und die Nutzung intuitiv gestaltet ist, konnten die UMB-Mitarbeitenden sofort loslegen." – UMB [13]

Preistransparenz

Skribble bietet eine 14-tägige kostenlose Testphase an, die ohne Kreditkarte genutzt werden kann [10]. Die Preise starten bei € 9.00 pro Monat für Einzelpersonen (bis zu 120 SES pro Jahr). Das Team-Abo, das alle drei Signaturstandards unterstützt, kostet € 23.00 pro Monat [11]. Laut Anbieter lassen sich die Kosten um bis zu 90 % reduzieren, im Vergleich zu papierbasierten Prozessen, die im Durchschnitt CHF 34.00 pro Dokument kosten [10][12].

Im nächsten Abschnitt wird ein weiterer führender Anbieter vorgestellt.

2. DocuSign mit Swisscom Trust Services

DocuSign

Seit Juni 2023 ermöglicht DocuSign in Zusammenarbeit mit Swisscom Trust Services die Nutzung von QES, die rechtlich der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt sind [14]. Swisscom Trust Services ist weltweit der einzige Anbieter, der sowohl nach dem Schweizer ZertES als auch nach der europäischen eIDAS-Verordnung zertifiziert ist [15]. Im Folgenden werden die ZertES-Konformität und weitere Funktionen näher beleuchtet.

ZertES-Konformität

Die Identitätsprüfung erfolgt einmalig und kann über verschiedene Methoden wie RA-App, Video-Identifikation, AutoIdent, eID oder Bankident durchgeführt werden [15][17]. Während Swisscom Trust Services die ZertES-konformen Zertifikate bereitstellt, übernimmt DocuSign den gesamten Signaturprozess. Die Signaturfreigabe ist direkt in die DocuSign-Benutzeroberfläche integriert, wodurch ein separater Login bei Swisscom Trust Services nicht notwendig ist [15]. Diese reibungslose Integration erleichtert digitale Arbeitsabläufe erheblich.

"Durch diese vertrauensvolle Partnerschaft können wir unsere Kunden in der neuen, digitalen Arbeitsweise weiter unterstützen und ihnen ermöglichen, in der Schweiz noch einfacher rechtssicher zu unterschreiben." – Mihály Gündisch, Area Vice President of Sales, DocuSign [15]

Integrationsmöglichkeiten

DocuSign bietet über 400 vorgefertigte Integrationen mit gängigen Geschäftsanwendungen und zusätzlich eine API für massgeschneiderte Workflows [17]. Ein Beispiel ist die SIX Group, Betreiberin der Schweizer Börse, die 2023 die qualifizierte elektronische Signatur von Swisscom in ihre bestehende DocuSign-Lösung integriert hat. Dadurch wurde ein vormals manueller Prozess in ein vollständig digitales und rechtskonformes Vertragsmanagement umgewandelt [16][17].

Datenhosting und Preistransparenz

Die Nutzerdaten bleiben innerhalb der EU und werden nicht in Drittländern gespeichert [15]. Für die Face2Face-Identifikation steht eine kostenlose RA-App zur Verfügung. Remote-Identifikationsoptionen können hingegen per Kreditkarte oder Gutschein über die Swisscom Trust Services-Website erworben werden [15][17]. Zudem reicht ein einziger Vertrag mit DocuSign aus, sodass separate Vereinbarungen mit Swisscom Trust Services nicht erforderlich sind [15].

3. DeepSign

DeepSign

DeepSign von Abacus Research bietet Unterstützung für SES, AES und QES und ist nach ZertES und eIDAS zertifiziert [21][22]. Diese Zertifizierungen gewährleisten eine zuverlässige und rechtskonforme Lösung.

Schweizer Datenhosting

Alle Dokumente werden ausschliesslich auf sicheren Servern in der Schweiz gespeichert [21][20]. Die Cloud-Lösung ist ISO 27001:2022-zertifiziert und erfüllt sowohl die Vorgaben des neuen Schweizer Datenschutzgesetzes (nDSG) als auch der EU-DSGVO [21][20]. Diese strikte Datenlokalisierung sorgt dafür, dass Unternehmen die volle Kontrolle über ihre sensiblen Daten behalten.

Integrationsmöglichkeiten

DeepSign lässt sich problemlos in Microsoft 365 (Word, Excel, Outlook, SharePoint, OneDrive) und Google Workspace (Drive, Gmail) integrieren. Zusätzlich ermöglicht es die Nutzung individueller Workflows über eine REST-API und bietet native Schnittstellen zu Abacus Business Software sowie CMI-Lösungen [20][23].

"Durch die nahtlose Integration von DeepSign in unsere CMI-Geschäftsverwaltungslösung konnten wir den internen Prozess zur Unterzeichnung von Gemeinderatsbeschlüssen im Laufe der Zeit erheblich verbessern." – Beat Neuenschwander, Gemeindeschreiber [20]

Preistransparenz

DeepSign punktet mit einem klaren, volumenbasierten Preismodell, das auch bei grösseren Mengen attraktiv bleibt [18][19]. Eine QES kostet im Pay-per-use-Modell CHF 1.80, wobei der Preis bei 10’000 Signaturen auf CHF 1.10 sinkt. Für eine AES liegt der Preis bei CHF 1.00 (CHF 0.55 bei 10’000 Signaturen), während eine SES CHF 0.50 kostet (CHF 0.15 bei 50’000 Signaturen) [19]. Neue Nutzer erhalten zudem 5 einfache elektronische Signaturen kostenlos [22]. Die gekauften Pakete haben eine Gültigkeit von 12 Monaten ab Kaufdatum [19].

4. sproof sign

sproof sign

sproof sign ist eine Lösung aus Österreich, die rechtsgültige qualifizierte elektronische Signaturen (QES) gemäss ZertES und eIDAS ermöglicht [24][25]. Dabei legt die Plattform grossen Wert auf Datenschutz und Datenhoheit.

Europäische Datenhoheit

Im Unterschied zu vielen US-amerikanischen Anbietern werden sämtliche Daten ausschliesslich auf Servern innerhalb der EU gespeichert – ohne Verbindungen zu den USA oder anderen Drittstaaten. Damit erfüllt sproof sign die strengen Vorgaben der GDPR [24][25].

Integrationsmöglichkeiten

sproof sign lässt sich problemlos in SharePoint, MS Teams und Office-Anwendungen einbinden. Dank einer REST-API können Unternehmen die Funktionen in ihre eigenen Prozesse integrieren und dabei ihr Corporate Branding nutzen. Die Implementierung soll laut Anbieter in nur zwei Stunden möglich sein. Zusätzlich wird Single Sign-On (SSO) unterstützt [24][25][26]. Diese einfache Integration hilft Unternehmen, Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu senken.

Preisgestaltung

Die Plattform kann 14 Tage kostenlos getestet werden. Danach stehen flexible und skalierbare Tarife zur Verfügung, die auf Signatur- und Identifikationskontingenten basieren und sich an das Wachstum des Unternehmens anpassen lassen. Für Grossunternehmen gibt es zudem individuelle API-Integrationen und Branding-Optionen. Diese Anpassungsfähigkeit ist besonders für Schweizer KMU interessant, die ihre Ausgaben an das tatsächliche Nutzungsvolumen anpassen möchten.

5. Certifaction

Certifaction

Certifaction ist ein Anbieter aus der Schweiz, der sich auf benutzerfreundliche qualifizierte elektronische Signaturen (QES) spezialisiert hat. Diese Signaturen erfüllen die Anforderungen des Bundesgesetzes über elektronische Signaturen (ZertES) und gelten rechtlich als gleichwertig mit einer handschriftlichen Unterschrift [1][4]. Wie bei den anderen Anbietern steht auch hier die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Mittelpunkt.

ZertES-Konformität

Um die ZertES-Anforderungen zu erfüllen, nutzt Certifaction anerkannte Zertifikate von Swisscom, SwissSign oder DigiCert. Laut dem Bundesamt für Kommunikation dürfen Anbieter, die selbst nicht im offiziellen Verzeichnis der Zertifizierungsdienste stehen, Zertifikate solcher anerkannten Dienstleister verwenden [5].

Schweizer Datenhosting

Ein grosser Vorteil der Plattform ist die Flexibilität bei der Datenspeicherung. Certifaction bietet Hosting in ISO 27001-zertifizierten Rechenzentren innerhalb der Schweiz, in der EU oder auf den Servern der Kunden an. Damit erfüllt die Lösung sowohl die Anforderungen des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG) als auch der DSGVO.

Integrationsmöglichkeiten

Die Plattform setzt auf eine besonders einfache Nutzung der QES-Funktionen. Obwohl keine detaillierten Informationen zu API-Integrationen angegeben werden, liegt der Schwerpunkt auf einer unkomplizierten Anwendung. Das macht Certifaction besonders interessant für Unternehmen, die eine schnelle und einfache Implementierung suchen. Diese Benutzerfreundlichkeit ergänzt die bereits vorgestellten Lösungen und zeigt, wie wichtig intuitive digitale Signaturprozesse in der Schweiz geworden sind.

6. Adobe Sign

Adobe Sign

Adobe Sign, ein global tätiger Anbieter, wird auch in der Schweiz verwendet. Im Gegensatz zu lokal ansässigen Lösungen hat Adobe seinen Hauptsitz in den USA, und die Daten werden international gehostet.

ZertES-Konformität

Adobe Sign ist zwar nicht direkt ZertES-zertifiziert, arbeitet jedoch mit anerkannten Schweizer Partnern zusammen, um qualifizierte elektronische Signaturen (QES) bereitzustellen. Zu diesen Partnern gehören Swisscom Trust Services, QuoVadis, SwissSign und FOITT [27]. Diese Kooperationen ermöglichen eine einfache Integration in bestehende Geschäftsprozesse.

Integrationsmöglichkeiten

Adobe Sign lässt sich problemlos mit Adobe Acrobat verbinden und bietet APIs für massgeschneiderte Workflows. Laut Adobe wurden in einem Zeitraum von 12 Monaten über 320 Milliarden PDFs mit Adobe Acrobat geöffnet oder erstellt, und mehr als 8 Milliarden Dokumente wurden mit den elektronischen Signaturlösungen von Adobe signiert [28]. Diese vielseitigen Integrationsoptionen sind Teil des klar strukturierten, abonnementsbasierten Preismodells.

Preistransparenz

Adobe Sign bietet ausschliesslich Abonnement-Modelle an. Acrobat Pro für Teams kostet regulär 23,99 US-Dollar pro Monat, bei einem Jahresvertrag reduziert sich der Preis auf 22,19 US-Dollar. Für Teams mit drei oder mehr Lizenzen gibt es im ersten Jahr Rabatte [28]. Im Gegensatz zu einigen Schweizer Anbietern stellt Adobe Sign keine kostenlose Version oder flexible Einzelsignatur-Optionen zur Verfügung.

7. Dropbox Sign

Dropbox Sign

Dropbox Sign (ehemals HelloSign) ist ein Anbieter aus den USA mit Hauptsitz in Kalifornien [25]. Der Service richtet sich vor allem an den internationalen Markt. Wie bei anderen Anbietern zeigt sich auch hier, dass Zertifizierungen und Datenhosting eine zentrale Rolle für rechtskonforme Signaturprozesse spielen.

ZertES-Konformität

Obwohl Dropbox Sign internationale Standards wie eIDAS unterstützt, fehlt die spezifische Schweizer Zertifizierung, die für bestimmte rechtsverbindliche Verträge notwendig ist [18]. Der Anbieter wird nicht auf der offiziellen Liste anerkannter Signaturlösungen des EasyGov-Portals geführt [18].

Schweizer Datenhosting

Die Daten von Dropbox Sign werden in den USA, der EU, Kanada und Australien gespeichert – jedoch nicht in der Schweiz [18]. Für Unternehmen, die Wert auf lokale Datenhaltung legen, könnte dies ein Nachteil sein, besonders im Vergleich zu Anbietern, die ausschliesslich Server in der Schweiz nutzen [18]. Diese internationale Ausrichtung hebt Dropbox Sign von lokal fokussierten Lösungen ab.

Integrationsmöglichkeiten

Dropbox Sign lässt sich über APIs individuell anpassen und nahtlos in das Dropbox-Ökosystem integrieren [18]. Das ermöglicht Unternehmen, elektronische Signaturen direkt in ihre bestehenden Arbeitsabläufe zu integrieren. Diese API-Option ergänzt das abonnementbasierte Preismodell des Anbieters.

Preistransparenz

Dropbox Sign setzt ausschliesslich auf Abonnement-Modelle [18]. Im Gegensatz zu Schweizer Anbietern, die auch Pay-per-Use-Modelle anbieten (z. B. ab CHF 1.80 pro qualifizierter elektronischer Signatur), gibt es bei Dropbox Sign keine Möglichkeit, einzelne Signaturen flexibel abzurechnen.

Vergleichstabelle

Die folgende Tabelle bietet eine kompakte Übersicht über die zentralen Merkmale der sieben Anbieter. Besonders hervorzuheben sind die ZertES-Konformität, die für rechtsgültige Verträge unverzichtbar ist, sowie das Hosting in der Schweiz – ein wichtiger Aspekt für Unternehmen mit hohen Datenschutzanforderungen. Der Vergleich fasst alle relevanten Kriterien übersichtlich zusammen.

Anbieter ZertES-konform Schweizer Hosting Startpreis Hauptstärken Einschränkungen
Skribble Ja (via Swisscom) Ja ab CHF 20,00/Monat Fokussiert auf die Schweiz, einfache Bedienung Abo-Modell, keine Pay-per-Use-Option
DocuSign mit Swisscom Trust Services Ja (via Swisscom) Nein (global) ab CHF 20,00/Monat Marktführer weltweit, zahlreiche Integrationen Daten ausserhalb der Schweiz
DeepSign Ja (via Swisscom) Ja CHF 0,00 (Pay-per-Use ab CHF 1,80) Kostengünstigste QES, flexible Abrechnung Weniger bekannt als internationale Anbieter
sproof sign Ja Nicht spezifiziert Preisinformation nicht verfügbar Europäische Datenhoheit Fehlende Preistransparenz
Certifaction Ja Ja Preisinformation nicht verfügbar Schweizer Anbieter, starker Fokus auf Compliance Begrenzte öffentliche Preisinformationen
Adobe Sign Ja (via Swisscom) Nein (global) ab CHF 20,00/Monat Perfekte Adobe-Integration, Funktionen für Unternehmen Kein Hosting in der Schweiz
Dropbox Sign Nein (nur eIDAS) Nein (global) Preisinformation nicht verfügbar Integration mit Dropbox, API-Flexibilität Keine ZertES-Zertifizierung, keine Schweizer Server

Für Unternehmen, die nur gelegentlich Signaturen benötigen, ist DeepSign mit seinem Pay-per-Use-Modell die kosteneffizienteste Wahl. Wenn dagegen umfangreiche internationale Integrationen erforderlich sind, bieten DocuSign oder Adobe Sign passende Lösungen – allerdings ohne Schweizer Datenhosting. Die ZertES-Konformität bleibt ein entscheidendes Kriterium für rechtsgültige Verträge. Anbieter wie Dropbox Sign, die diese Zertifizierung nicht erfüllen, sind für bestimmte Rechtsgeschäfte nicht geeignet [18].

Diese Gegenüberstellung zeigt, wie wichtig ZertES-Konformität und Schweizer Hosting bei der Wahl eines geeigneten Anbieters sind.

Fazit

Wie bereits erläutert, hängt die Wahl des passenden Anbieters von drei zentralen Aspekten ab: ZertES-Konformität, Datenhosting in der Schweiz und den individuellen Geschäftsanforderungen. Insbesondere bei Verträgen mit gesetzlicher Formvorschrift – wie Arbeits- oder Konsumkreditverträgen – ist ausschliesslich die qualifizierte elektronische Signatur (QES) rechtlich bindend [1][4].

Für Schweizer KMU ist es sinnvoll, das Signaturvolumen realistisch einzuschätzen. Bei niedrigem Bedarf kann ein Pay-per-Use-Modell, wie etwa das von DeepSign (ab CHF 1,80 pro QES), eine kosteneffiziente Lösung sein [18]. Für Unternehmen mit regelmässigem Signaturbedarf sind abonnementbasierte Modelle, die oft ab CHF 20,00 pro Monat starten, eine geeignete Alternative [6].

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Datenhosting. Anbieter wie Skribble und DeepSign speichern Daten ausschliesslich in der Schweiz, was sie besonders für Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen attraktiv macht. Internationale Anbieter wie DocuSign und Adobe Sign setzen hingegen häufig auf ein globales Hosting [2][6].

Die Identifikationsmethoden der Anbieter spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Viele moderne Lösungen ermöglichen die Remote-Identifikation über mobile Apps, was den gesamten Prozess deutlich erleichtert [18]. Zudem können Sie mit dem kostenlosen Tool unter www.validator.ch die Gültigkeit elektronisch signierter Dokumente überprüfen [5][3].

Für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten ist es wichtig zu wissen, dass eine Schweizer QES in der EU als fortgeschrittene elektronische Signatur (AdES) anerkannt wird [2][5]. Anbieter, die sowohl ZertES- als auch eIDAS-Konformität erfüllen, sind hier besonders empfehlenswert.

Diese Punkte helfen Ihnen, den passenden Anbieter zu finden, der Ihren spezifischen Anforderungen gerecht wird.

FAQs

Welche Vorteile hat die qualifizierte elektronische Signatur (QES) im Vergleich zu anderen Signaturarten?

Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) steht für den höchsten Sicherheitsstandard und hat dieselbe rechtliche Gültigkeit wie eine handschriftliche Unterschrift. Sie stellt sicher, dass die Identität des Unterzeichnenden zweifelsfrei verifiziert wird.

Durch die Kombination aus qualifizierter Zertifizierung und Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet die QES ein hohes Mass an Sicherheit und Verlässlichkeit. Sie wird vor allem für Dokumente eingesetzt, die strenge rechtliche Anforderungen erfüllen müssen – beispielsweise Verträge oder offizielle Vereinbarungen.

Warum bevorzugen Unternehmen in der Schweiz lokales Datenhosting?

Lokales Datenhosting in der Schweiz bringt Unternehmen klare Vorteile, vor allem in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz. Die Schweiz hat strenge Datenschutzgesetze, die sicherstellen, dass sensible Informationen bestens geschützt bleiben. Dies ist besonders relevant für Firmen, die mit vertraulichen Daten arbeiten, wie etwa in der Finanz- oder Gesundheitsbranche.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Schweizer Recht verlangt, dass zertifizierte Infrastrukturen für elektronische Signaturen innerhalb der Landesgrenzen betrieben werden. Dadurch wird nicht nur die rechtliche Konformität sichergestellt, sondern auch das Vertrauen in digitale Transaktionen gestärkt. Unternehmen profitieren von weniger rechtlichen Unsicherheiten und können Kunden und Partnern eine sichere Datenverarbeitung garantieren.

Wie unterscheiden sich die Preismodelle für elektronische Signaturen in der Schweiz?

In der Schweiz gibt es verschiedene Preismodelle für elektronische Signaturen, die sich je nach Anbieter und Leistungsumfang unterscheiden. Ein häufig genutztes Modell ist das Pay-per-Use-System, bei dem pro Signatur ein Betrag anfällt – oft ab CHF 0.50 pro Signatur.

Alternativ bieten viele Anbieter Paketpreise an. Hierbei kauft man im Voraus eine bestimmte Anzahl an Signaturen, die in der Regel innerhalb eines Jahres genutzt werden müssen. Diese Option eignet sich besonders für Nutzer, die ihr Signaturvolumen im Voraus planen können.

Ein weiteres Modell sind Abonnements, die eine unbegrenzte Nutzung bis zu einem definierten Umfang ermöglichen. Für Unternehmen mit schwankendem Bedarf gibt es zudem flexible Modelle, die eine Grundgebühr mit zusätzlichen, optionalen Leistungspaketen kombinieren.

Die Wahl des passenden Modells hängt letztlich davon ab, wie hoch das Signaturvolumen ist und welche spezifischen Anforderungen erfüllt werden müssen.

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