Die Digitalisierung im Schweizer Bau- und Handwerkssektor nimmt konkrete Formen an. Statt isolierter Einzellösungen setzen Betriebe zunehmend auf durchgängig vernetzte digitale Geschäftsprozesse.
Abacus, ein modulares ERP-System für Finanzen, Lohn und HR, wird gezielt für die Baubranche ausgebaut. Die Lösung integriert automatisierten Dokumentenaustausch, EDI sowie E-Rechnungsversand und -empfang. Damit können Betriebe Offerten, Rechnungen, Lager, Einkauf und Personal in einem einzigen System bündeln.
Building Information Modeling (BIM) ist längst kein Zukunftstrend mehr. Seit über 20 Jahren in der Schweiz etabliert, wird BIM nun mit zusätzlichen Funktionen verknüpft. Digitale Zwillinge, bessere Planung und weniger Abfälle durch Vorfertigung gehören zur Standardpraxis. Drohnen und CNC-Technologie entlasten Handwerksbetriebe bei Vermessung und Fachkräftemangel.
Eine neue Dimension eröffnet sich durch 3D-Laserscanning und KI-gestützte Bestandsaufnahmen. Die Technologien bilden die Grundlage für präzise digitale Modelle und ermöglichen variantenreiche Planung sowie die Erkennung von Rückbaupotenzialen. Erste Schweizer Pilotprojekte zur KI-gestützten Bestandserfassung zeigen, dass Aufmaß und Angebotserstellung deutlich schneller und präziser werden.
BIM entwickelt sich auch zu einem Instrument der Kostencontrolle und des Mängelmanagements. 5D-Modelle mit Kosten- und Ablaufbezug ermöglichen frühzeitige Kollisionserkennung und bessere Baustellenlogistik. Bauleistungen und Mängelmanagement können modellgestützt abgewickelt werden.
Quellen: bsbit.ch – Abacus ERP-System, raiffeisen.ch – Holzbau Schweiz, baumeister.de – Digital Adaptive Reuse Planning, fmrem.org – Building Information Modeling




