Die Digitalisierung der Baubewilligungsverfahren in der Schweiz schreitet voran. In vielen Kantonen und Gemeinden der deutschsprachigen Schweiz sind die Transformationsprozesse bereits in vollem Gange oder abgeschlossen, wie Basler & Hofmann berichtet.
Papierprozesse werden zunehmend durch digitale Workflows ersetzt. Die Vorteile sind messbar: mehr Transparenz, effizientere Abläufe und schnellere Rückmeldungen. Für die nächsten Schritte planen Kantone und Gemeinden KI-gestützte Vorprüfungen von Gesuchen sowie die Einreichung und Prüfung digitaler Bauwerksmodelle nach BIM-Standard.
Konkrete Beispiele zeigen die praktische Umsetzung: Der Kanton Luzern stellt eine digitale Beilagenhilfe zur Verfügung, die Bauherren und Betriebe mit wenigen Angaben zeigt, welcher Bewilligungstyp erforderlich ist und welche Pflichtbeilagen eingereicht werden müssen. Im Kanton Zürich nutzt die Stadt Wetzikon bereits das Online-Portal eAuflageZH für digitale Baugesuchseinreichung und öffentliche Einsicht.
Der Kanton Genf geht noch einen Schritt weiter: Baugesuche können dort bereits mit BIM-Modellen im IFC-Format eingereicht werden – allerdings noch zusätzlich zu 2D-Plänen.
Für Handwerksbetriebe und KMU ergeben sich daraus konkrete Vorteile. Weniger Medienbrüche, schnellere Rückmeldungen und bessere Planbarkeit der Projekte reduzieren Fehler und Verzögerungen – besonders wertvoll für kleinere Betriebe, die Baugesuche selten bearbeiten.
Quellen: Basler & Hofmann – Digitalisierung der Schweizer Baubewilligungsprozesse, Gemeinde Mauensee / rawi Luzern – Digitale Beilagenhilfe, Stadt Wetzikon – eAuflageZH, État de Genève – Baugesuchsprozess mit BIM




