Der Schweizer Baumarkt zeigt Wachstumskurs: Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Branche einen Umsatz von 11,2 Milliarden Franken, was einem Plus von 3,1 Prozent entspricht. Besonders der Wohnungsbau legte deutlich zu und verzeichnete ein Wachstum von 8,1 Prozent. Der Tiefbau entwickelte sich hingegen schwächer.
Die Branche rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit rund 48.000 neuen Wohnungen. Auf dem Markt zeigen sich regional grosse Unterschiede: In beiden Basel etwa sank die Leerwohnungsquote weiter. Basel-Stadt verzeichnete 2026 eine Quote von 0,8 Prozent, Basel-Landschaft sogar von 0,6 Prozent. Landesweit liegt der Leerstand bei rund 1 Prozent – deutlich unter dem Gleichgewichtswert von etwa 1,5 Prozent.
Im Kanton Basel-Landschaft erreichte das Bauvolumen 2025 einen Rekordwert von 2,5 Milliarden Franken, ein Plus von 4,8 Prozent. Während der Wohnungsbau dort leicht zurückging, legten gewerblicher Bau und öffentlicher Hochbau stark zu.
Die günstigen Finanzierungsbedingungen unterstützen die Nachfrage: Der Leitzins der Schweizer Nationalbank blieb auf 0 Prozent, was die Hypothekarzinsen niedrig hält. Die Angebotspreise für Wohneigentum stiegen weiterhin an: Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent, Einfamilienhäuser um 3,7 Prozent.
Für Handwerker und Bauunternehmen bedeutet die robuste Wohnungsnachfrage gute Auftragschancen und stabile Kapazitätsauslastung. Allerdings bleiben Bewilligungsverfahren und Einsprachen ein Risikofaktor für die Projektrealisierung.
Quellen: Tio.ch, finanzen.ch, Baublatt, Prime News, bauenaktuell.ch




