Jährlich verunfallen etwa 23’000 Lernende in der Schweiz während ihrer Berufsausbildung. Besonders kritisch sind Arbeiten auf Baustellen, in der Forstwirtschaft und im Umgang mit Maschinen. Experten weisen darauf hin, dass Lernende von Betrieben teilweise zu früh ohne ausreichende Betreuung allein gelassen werden.
Für Handwerksbetriebe und KMU bedeutet dies konkret: Eine engere Betreuung von Lernenden, klare Instruktionen und ausreichend Zeit für sichere Arbeitsabläufe sind zentral. Dies gilt besonders bei gefährlichen Tätigkeiten wie Arbeiten in der Höhe oder bei Renovations- und Umbauarbeiten.
Parallel dazu wurden überarbeitete Richtlinien zur Asbestprävention veröffentlicht. Die EKAS-Richtlinie 6503 «Richtlinie Asbest» verlangt von Betrieben im Bau-, Umbau- und Sanierungsbereich sorgfältige Asbestabklärungen, eine strukturierte Arbeitsvorbereitung und klar definierte Schutzmassnahmen.
Arbeitssicherheit ist auch in Führungsrollen verankert: Grosse Bauunternehmen wie Implenia nennen die Mitgestaltung der Arbeitssicherheit und die Umsetzung von SUVA-Richtlinien explizit als Teil von Polier- und Führungsfunktionen.




