Die Schweizer Konjunkturaussichten haben sich im Juli erneut aufgehellt. Das KOF-Konjunkturbarometer ist gestiegen und verbleibt über seinem mittelfristigen Durchschnitt, wie die KOF ETH Zürich mitteilte.
Besonders positiv entwickelten sich die Erwartungen für Finanz- und Versicherungsdienstleister, übrige Dienstleistungen, Baugewerbe und verarbeitendes Gewerbe. Im Produzierenden Gewerbe verbesserten sich die Einschätzungen zu Wettbewerbssituation, Ertragsentwicklung, Produktionshemmnissen und allgemeiner Geschäftslage.
Allerdings zeigen sich im verarbeitenden Gewerbe regionale Unterschiede: Die Aussichten trübten sich in der Textilindustrie sowie bei Holz, Glas, Steinen und Erden ein.
Parallel dazu stieg der KOF Employment Indicator im dritten Quartal 2026 auf 2,1 Punkte und kehrte damit zum Niveau von Anfang Jahr zurück. Die Verbesserung wird vor allem von günstigeren Beschäftigungserwartungen für die kommenden drei Monate getragen. Gleichzeitig beurteilen Unternehmen ihre aktuelle Beschäftigungslage etwas vorsichtiger als im Vorquartal.
Auch die Schweizer Industrieaktivität bleibt robust: Der Industrie-PMI lag im Juli bei 53,2 Punkten und damit den fünften Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Dienstleistungs-PMI stieg sogar auf 63,9 Punkte, den höchsten Stand seit August 2017.
Allerdings warnt der Bericht vor Belastungen in den globalen Lieferketten: Einkaufspreise und Lieferfristen stiegen weiter an, insbesondere bei erdölbasierten Produkten.
Quellen: KOF ETH Zürich – KOF Konjunkturbarometer, KOF ETH Zürich – KOF Employment Indicator, cash.ch – Stimmungsbarometer für Schweizer Industrie




